Gute Berufschancen

In dem vergangenen Jahr konnten alle Hochschulen und Fachhochschulen im Agrarbereich in Niedersachsen größere Zugänge an Studentinnen und Studenten verzeichnen. Neueinsteiger haben bei der Suche nach dem richtigen Standort die Qual der Wahl; denn jede Hochschule hat ihre individuellen Studienschwerpunkte.

Die Universität in Göttingen bietet mit sechs Fachrichtungen eine breite Palette der Fachstudienrichtungen in den Agrarwissenschaften an. In den traditionellen Studienrichtungen wie Pflanzenproduktion, Tierproduktion, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues und dem Ressourcenmanagement, ist besonders die neue Fachrichtung „Agribuisiness" und der englischsprachige Studiengang „Tropical and international Agriculture" (wählbar ab dem 7. Semester) zu nennen. Über einen sehr guten Ruf verfügt die Uni in Göttingen vor allem in den Bereichen der Agrarökonomie und der Tierproduktion. 218 neue Studentinnen und Studenten haben sich im laufenden Wintersemester für ein Agrarstudium in Göttingen entschieden. 48 davon sind Seiteneinsteiger von anderen Universitäten.

Seit 2001 ist die Zahl der Neuimmatrikulationen für Agrarwissenschaften um rund 15 Prozent gestiegen. Nach dem Studium werden 63 Prozent in einer abhängigen Beschäftigung tätig. Die meistens im Agrarsektor liegt. 37 Prozent treten eine Hofnachfolge an oder setzen das Studium fort.

Das Studium in der Agrarwirtschaft an der Fachhochschule in Osnabrück bietet nach dem Grundstudium keine festgelegten Studiengänge an. Es besteht eine komplett freie Fächerwahl nach dem 4. Semester und somit ist eine individuelle Profilbildung möglich. Es wird auch nach der Akkreditierung für das Bachelor-/Mastersystem im Jahr 2006/2007 so bleiben. Zur Zeit schreiben sich in Osnabrück ca. 100 Studenten pro Jahr ein. Die Bewerberzahl soll aber doppelt so hoch sein. Aufgrund der Kapazitätsengpässe hat Osnabrück deshalb im Wintersemester 2001/2002 als einzige Agrarfakultät Deutschlands einen Numerus clausus eingeführt. Die Berufseinstiegschancen nach dem Studium in Osnabrück sind überdurchschnittlich gut. Rund 20 - 30 Prozent der Absolventen finden einen Arbeitsplatz in der Praxis. Die restlichen 70 Prozent finden meist eine Beschäftigung im vor- oder nachgelagerten Bereich der Agrarwirtschaft. Alle Absolventinnen und Absolventen finden schnell nach dem erfolgreichen Abschluss einen Arbeitsplatz.

In der Fachhochschule in Witzenhausen bietet die Universität in Kassel die Studiengänge „Ökologische Landwirtschaft" und den englischsprachigen Studiengang „International Ecological Agriculture" an.

Im Wintersemester 2004/2005 haben sich 145 Studenten als Studienanfänger immatrikuliert. Für den Masterstudiengang (Diplom II) wurden dieses Jahr 50 Studierende zusätzlich aufgenommen. Damit ist die Zahl der Studierenden in Witzenhausen bezeichnend. Im Jahr zuvor waren es nur 130 Erstsemester, 40 Studenten für das Diplom II. Im nächsten Jahr stellt die landwirtschaftliche Fakultät ihr Studiensystem um. Dann kann nach dem 6. Semester ein Bachelorabschluss erworben werden, nach dem 10. Semester der Masterabschluss.

gez. Bathge