International ausgebildete und einsetzbare Ingenieure
Industriebetriebe wollen in Zusammenarbeit mit den Hochschulen die Zusammenarbeit und inhaltliche Gestaltung von Studiengängen ausbauen.
Eine internationale Studie zur Internationalisierung der Ingenieurausbildung zeigt deutlich auf, dass die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu verbessern ist.
Es wird angeregt, einen neuen Studienabschluss mit dem Titel „Master of Global Engineering“ zu kreieren. Dieser Titel könnte zukünftig ein Edelprädikat für international ausgebildete Ingenieure werden. Viele Industriebetriebe gehen jetzt schon Partnerschaften mit Universitäten ein, die Studierenden für ihre globale Einsetzbarkeit zu trainieren, um so einen direkteren Zugriff auf den Nachwuchs zu bekommen. Gemeinsam haben die Partner einen Forderungskatalog entwickelt, um die zukünftigen Ingenieurswissenschaften zu internationalisieren.
Die globale Produktentwicklung in Großkonzernen ist längst Fakt, aber die Ausbildung hinkt dem hinterher; sagt die Studie.
Die Wissenschaftler der Studie aus allen Ländern der Welt fanden heraus, dass gerade in den Ingenieurswissenschaften die Studenten noch allzu oft im eigenen Saft schmoren. Es fehle an internationaler, interdisziplinärer und praxisnaher Ausbildung. Die gegenseitige Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen stecke noch in den Kinderschuhen, internationale Kooperationsprojekte von Unternehmen und Universitäten seien noch Mangelware.
Weiterhin fordert die Studie:
Auslandsaufenthalte mit dem Erlernen von Fremdsprachen müssen in Lehrpläne aufgenommen werden,
Partnerschaften mit Hochschulen müssen auf- und ausgebaut werden, hinsichtlich der Anerkennung der Klausurergebnisse,
außerdem müssen Regierungen die Barrieren, wie etwa bei der Frage der Visavergabe und Arbeitserlaubnis abbauen,
wichtig ist zudem ein Beitrag der Wirtschaft, der sich nicht nur auf finanzielle Unterstützung beschränken dürfe, sondern auch in der Vergabe von internationalen Praktika zeigen müsse.
Fazit:
In Zeiten des Fachkräftemangels ist eine Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft unumgänglich und lebensnotwendig für die Universitäten und für die Industriebetriebe.
gez. Bathge